Die Himmelsleiter in Heidelberg

Trailrunning als Metapher – sich Problemen nicht beeindrucken lassen

Sich von Problemen gar nicht beeindrucken lassen

Trailrunning als Metapher für Potentialentfaltung und Führung. Teil 3 von 4 – hier geht es zu Teil 1

Kaum haben wir mal wieder einen Abstieg gemeistert und kommen aus dem Wald über eine kurze Teerstrecke, geht es auch gleich wieder bergauf.
Ich bin echt dankbar, dass es so viele Mitläufer gibt, die einfach da sind und mit denen ich mich über ihre Motivation unterhalte.
Dadurch beeindrucken mich die Geschichten der Menschen viel mehr als das ständige Auf und Ab…

Baumstamm quer

Probleme sind auch nur Herausforderungen, die gemeistert werden wollen

Obwohl….
manchmal bin ich schon am Zweifeln. Der Körper wird warm, wenn es bergauf geht. Oben angekommen, wo hin und wieder auch ein Lüftchen fegt, fange ich an wieder auszukühlen und versuche das durch schneller werden oder andere Bewegungen zu kompensieren.

  • Ab Kilometer 8 bin ich komplett durchnässt,
  • bei Kilometer 11 kommt ein Schlammloch und
  • auch die Schuhe weichen jetzt langsam durch.

Ein Regenjacke wäre vielleicht eine Idee. Doch im Vorfeld habe ich mir schon überlegt, dass es egal ist, ob ich von außen nach innen nass werde oder umgekehrt.

Krasse Strecke

Zusammenfassend kann ich ein paar Tage später sagen, dass jedes Problem auch wieder nur eine Herausforderung darstellt, die es zu meistern gilt:

  • die nassen Klamotten kann ich nicht regulieren, wohl aber meine Temperatur
  • durchgeweichte Schuhe und kalte Finger werden auch nicht besser,
  • aber die Einstellung ist hilfreich und ich wiederhole regelmäßig mein eigens dafür erfundenes Mantra und
  • den Regen kann auch keiner abstellen, aber bei guten Gesprächen, merkt man diesen fast gar nicht

Durch Geröll bergauf

Nach Höhen und Tiefen auch für Pausen sorgen

Auch wenn das Wetter an diesem Sonntag recht kühl ist und im Prinzip ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, habe ich mir dennoch den Trinkrucksack eingepackt. Sogar einen Riegel habe ich eingesteckt. Doch aufgrund des Windes und der Nässe versuche ich möglichst wenig stehen zu bleiben, denn das kühlt sehr schnell ab und das Frieren beginnt.
Gleichzeitig bin ich froh um jede Verpflegungsstelle. Hier gibt es Getränke verschiedenster Art (isotonisch, Wasser, Cola) und was zum Schnappulieren, wie Äpfel, Bananen, Riegel,…

Alles ist da. Zwischendurch merke ich, wie mir der Salzgeschmack vom Schweiss durchs Gesicht rinnt. Von daher ist es echt gut, dass der Trinkrucksack am Start ist. Hier ist allerdings nur ganz normales Leitungswasser drinnen. Zum Ausgleich nutze ich daher an den Verpflegungsstellen die Chance und greife zu Isotonischem. Kaffee und Kuchen, Schnitzel mit Pommes oder ein Kotlett wären mir fast lieber…

Verpflegung auf der Strecke

Aber neben dem kulinarischen Angebot ist die mentale Komponente noch viel wichtiger!

Die freiwilligen Helfer sprechen uns immer wieder Mut zu. Bewundern unsere Leistung, bei dem Wind und Wetter auf dieser Strecke durchzuhalten.
Kurz vor dem Ende und kurz bevor es auf die 800 Stufen der Himmelsleiter geht, steht Pit* und weißt uns den Weg.
„Ihr seht alle Super. Das ist eine starke Leistung, was ihr da macht! Jetzt sind es nur noch 6,8 Kilometer und am Ende gibt es ein Weizenbier.“ Das nenne ich mal Anfeuern und Motivation pur.

Was will ich damit sagen: neben den vielen Helfern und der Verpflegung sind regelmäßige Pausen immer wieder entscheidend.

  • Pausen helfen der Regeneration
  • Pausen helfen sich wieder neu zu orientieren
  • Pausen geben dir wieder neue Kraft und neuen Mut.
  • Deswegen sind auch kleine Pausen zwischendurch immer wieder wichtig und wertvoll.

Trailrunning als Metapher für Potentialentfaltung und Führung. Teil 3 von 4 – hier geht es zu Teil 4

Direkt am Neckar entlang

*Ich weiß nicht, ob Pit auch wirklich Pit heißt. Auf den Namen bin ich gekommen, weil er uns Bitburger Weizenbier versprochen hat. Und aus Bit wurde Pit. So einfach kann die Namensgebung sein.

Schreibe einen Kommentar