Die Zukunft des Steigens: ein Erlebnis in Zofingen

Die Zukunft des Steigens: ein Erlebnis in Zofingen

Test des elektrifizierten Steigens durch HighStep Systems AG in der INRA Groups Trainingshalle in Zofingen

Arbeitssicherheit neu gedacht: Warum ich in Zofingen plötzlich nicht mehr klettern will

Anfang März stehe ich in der INRA Group AG Trainingshalle in Zofingen.
Trainingshalle für Höhenarbeiten.
Mein Revier. Normalerweise geht’s für mich hier nur in eine Richtung: nach oben – aus eigener Kraft, versteht sich.

Ich bin der Simon, vielleicht kennst Du mich als „Klettermeister“ aus dem Internet??
YouTube, Instagram, Blog – und vor allem draußen unterwegs als Trainer für persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz und als zertifizierter Höhenarbeiter.
Klettern ist mein Ding. Oder besser gesagt: war es.

Denn an diesem Tag treffe ich auf ein System, das meine Sicht auf Arbeitssicherheit und Effizienz ziemlich auf den Kopf stellt.

Mobilfunk Söll Glide Loc

„So sieht es bisher aus, wenn man konventionell mal eben 25m nach oben steigen muss. Solange ich nichts vergessen habe
und nur 2-3 mal da hoch muss – UND NUR bis 25m – da kann man drüber reden…
Aber wenn es auch anders geht – warum nicht???“

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Alexander Luft und dem technischen Vertriebsleiter Gregor Wylenzek
schauen wir uns an, was die Firma HigStep Systems AG aus Dietikon entwickelt hat. Und ich sag’s direkt: Das ist kein Spielzeug.
Das ist ein echter Gamechanger was klettern in die angeht.
Denn der Job ist meistens nicht das Klettern an sich, sondern lediglich der Zustieg zum eigentlichen Arbeitsplatz…

Der Moment, in dem ich ins Grübeln komme

Ich stehe vor dem Mast. Normalerweise weiß ich genau, was jetzt kommt: Gurt anlegen, PSA checken, und dann Schritt für Schritt nach oben.

25, 30 Meter im Hochregallager? Geschenkt.

60 Meter am Funkmast? Wird gemacht…

Aber dann sehe ich diese Schiene. Und diesen Schlitten.

Elektrifiziert.

Ich denke mir: „Okay… und wo ist der Haken?“

Spoiler: Es gibt keinen. Außer einem Anschlagpunkt für meinen Gurt am System

Statt mich hochzuarbeiten, stelle ich mich quasi drauf – und fahre nach oben.

  • Ruhig.
  • Kontrolliert.
  • Ohne Puls auf 180.
  • Ohne brennende Oberschenkel.

Und oben angekommen passiert etwas, das ich so nicht gewohnt bin:

Ich bin… frisch und immer noch konzentriert für das was kommt…

Steigen am Strommast

„Und wenn ich schon mal da bin: Ich nutze die Chance zum Vergleich! Bisher war ich eher Team Mobilfunk und Hochregal.
Also jetzt mal auf und hoch auf den Strommast. Bei 10m geht das noch! In der Trainingshalle der INRA Group AG in Zofingen gibt
es verschiedene Möglichkeiten sich auszuprobieren. Strommast ist eine davon…“

Die unbequeme Wahrheit über unsere Arbeit

Jetzt mal ehrlich:

Das Klettern ist nicht unsere Arbeit.

Es ist (leider) nur der Weg dahin.

Und genau da liegt das Problem.

Wenn ich 40, 60 oder sogar 80 Meter hochklettere, komme ich oben nicht als Bestversion meiner selbst an. Ich komme an – ja.
Aber auch mit müden Muskeln, leicht erhöhtem Puls und einer Konzentration, die schon ein Stück verbraucht ist.

  • Und dann soll ich präzise arbeiten?
  • Wartung machen?
  • Entscheidungen treffen?

Klingt irgendwie nicht nach optimaler Arbeitssicherheit, oder?

Alexander beim Steigen am Mast

„Für den Körper – sprich die Hüfte nicht optimal. Vor allem nicht in Zeiten, wo wir über längere Arbeitszeiten reden – Arbeiten bis 70?? – und
gutes Personal ist schwer bis gar nicht zu finden. Also: Arbeit interessanter und sicherer gestalten…“

Was sich mit dem System verändert

Mit dem elektrifizierten Schlitten verschiebt sich der Fokus komplett:

  • Ich komme ausgeruht oben an
  • Ich kann mich voll auf meine eigentliche Arbeit konzentrieren
  • Ich habe mehr Energie für mehrere Einsätze am Tag
  • Ich reduziere die körperliche Belastung massiv

Gerade bei Servicearbeiten an Strom- oder Funkmasten ist das ein echter Vorteil. Mehr Masten am Tag. Weniger Verschleiß am Körper. Mehr Effizienz.
Und ganz ehrlich: Wer sagt denn, dass wir uns auf der Arbeit kaputt machen müssen, um am Abend stolz zu sein?
Wenn ich mich auspowern will, gehe ich ins Gym.
Am Ende des Tages will ich nach der Arbeit genau eins: sicher wieder nach Hause kommen.

Arbeitswelt im Wandel – und wir mittendrin

Wir reden ständig davon, dass sich die Arbeitswelt verändert. Aber mal Hand aufs Herz: Im Handwerk hängen wir oft noch irgendwo zwischen „Das haben wir schon immer so gemacht“ und „Augen zu und durch“.

Dabei sehen wir doch alle, was passiert:

  • Die Belegschaft wird älter – aber auch erfahrener
  • Nachwuchs? Schwierig
  • Junge Leute achten mehr auf Gesundheit und Nachhaltigkeit
  • Gute Fachkräfte sind schwer zu finden – und noch schwerer zu halten

Akku einlegen und los gehts...

„Akku einlegen und los geht´s. Der wiegt nur 11kg – also sehr gut handelbar.
Da beim Arbeiten mit PSAgA zu zweit ist, kann man auch den Schlitten zu zweit locker an den Mast heben.
Einklicken und ab geht´s nach oben…“

Arbeit neu und sicherer denken???

Das bedeutet: Wir müssen umdenken. Nicht irgendwann. Jetzt!

Systeme wie das von HighStep Systems AG aus Dietikon (Schweiz) sind genau die Antwort darauf. Sie machen Arbeit nicht nur effizienter, sondern auch attraktiver.
Und ja – vielleicht auch ein bisschen cooler.

Denn seien wir ehrlich:
Ein System mit Motor, das dich kontrolliert nach oben bringt?
Das hat schon was. Gerade in einer Branche, die eh ein bisschen Technik-Faszination in sich trägt.

Mehr Sicherheit. Weniger Verschleiß. Mehr Zukunft.

  • Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird: die Wartung.
  • Die Schiene? Wartungsfrei.
  • Der Schlitten? Wird einfach geprüft mitgebracht und los geht’s

Das heißt:

  1. Weniger Aufwand vor Ort
  2. Klare Zuständigkeiten
  3. Hohe Betriebssicherheit

Das ist nicht nur organisatorisch gut durchdacht – das ist wirtschaftlich sinnvoll.

Alexander und Simon am Schlitten von HighStep Systems

Mein Fazit nach diesem Tag

Ich bin an diesem Tag nach Zofingen gefahren als jemand, der Klettern lebt.

Ich fahre zurück mit einer neuen Perspektive.

Nicht, weil ich das Klettern nicht mehr mag.

Sondern weil ich verstanden habe: Es gibt einen besseren Weg. Vor allem für die Mitarbeitenden,
die die Strecke mehrfach am Tag machen müssen…

Einen Weg, der:

  1. sicherer ist
  2. effizienter ist
  3. nachhaltiger ist
  4. und vor allem: menschlicher ist

Und die Kostenfrage? Nun – elektrifiziert schaffst du am Tag mehr Masten,
weil der Fokus auf dem konzentrierten Arbeiten liegt. Gymnasium kannst du auch zuhause machen…

Zofingen in der Schweiz

„Ein spannender Einblick in die Zukunft des Steigens. Das Thema hat noch viele Gedanken auf dem Weg
Richtung Heimat kreisen lassen… Vielen Dank für die Einladung!“

Zeit umzudenken!

Wenn wir wollen, dass Menschen – egal ob jung oder erfahren – langfristig im Handwerk bleiben,
dann müssen wir ihnen mehr bieten als nur harte Arbeit.

Wir müssen Arbeit intelligenter machen und sicher(er) zugleich!

Das System von HighStep Systems AG zeigt genau, wie das aussehen kann.

  • Weniger Belastung
  • Mehr Sicherheit
  • Mehr Effizienz
  • Mehr Attraktivität für die nächste Generation

Also meine Frage an dich:

Willst du weiter klettern, nur weil es schon immer so war?
Oder willst du oben ankommen – und zwar bereit für das, worauf es wirklich ankommt?

Ich weiß, wofür ich mich entscheide…

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